Bei der Weltmeisterschaft der „Veteranen“ (Bezeichnung für ab 40 Jahre alte AthletInnen) in Tblisi (Georgien) gehörte Helena Lowack zur Weltspitze im Damendegen der Altersklasse V40: Im Einzel (13.10.2026) errang sie Platz 8, mit der deutschen Mannschaft (am 14.10.2026) kam sie auf Platz 6.
In der Einzelweltmeisterschaft konnte sie nach einem etwas holprigen Start 4 der 6 Vorrundengefechte für sich entscheiden und war dann für das 64er-Tableau an Position 16 gesetzt. Im ersten Direktausscheidungsgefecht ließ sie der Britin Donna Sibley bei 10:1 Treffern keine Chance. Eine erste Herausforderung war die starke Estin Maria Mahrova, gegen die sich Lowack mit 10:8 durchsetzen konnte.
Im Achtelfinale, das viele Zuschauer mit Spannung mitverfolgten, stand Lowack die topgesetzte Französin Rachel Le Breton gegenüber. Bereits in der Vorrunde hatte Lowack es mit ihr zu tun, dort musste sie sich mit 3:5 geschlagen geben. Nun aber, in der Direktausscheidung, bot Lowack ihr ganzes Können auf, fand die Schwächen ihrer Gegnerin und kam mit ihren ansatzlosen Angriffen durch, was mit einem klaren 10:6-Sieg belohnt wurde.
Gegen die Russin Julia Ashchuk, die als amtierende Vizeweltmeisterin an den Start gegangen war, sah es für Lowack im Viertelfinale zunächst gut aus und sie ging in Führung. Nach dem langen Wettkampftag und dem herausfordernden Gefecht zuvor gegen Le Breton fiel es Lowack jedoch zunehmend schwer, ihre Konzentration aufrecht zu erhalten, so dass sie am Ende noch mit 8:10 der späteren Weltmeisterin unterlag.
Lowack holte somit keine Medaille, war jedoch eine von nur 3 Athletinnen, die es sowohl bei der WM 2025 in Bahrain als auch bei der WM 2026 in Georgien bis unter die besten 8 geschafft hatten.
Am nächsten Tag ging es frühmorgens mit dem Mannschaftswettbewerb los. Nach einem Freilos musste das deutsche Team gegen die Ukraine fechten. Lowack brachte Deutschland erstmals in Führung, als sie bei ihrem ersten Gefecht der Begegnung einen 9:10-Rückstand in eine Führung mit 15:13 verwandeln konnte. Die Führung gaben die deutschen Athletinnen nicht mehr ab, aber es wurde denkbar knapp – am Ende gewannen die DFB-Fechterinnen mit 45:44 Treffern und standen im Viertelfinale.
Dort wartete niemand geringeres als das französische Star-Ensemble auf die Deutschen. Gleich im Eröffnungsgefecht kam Lowack zum Einsatz gegen die starke Schlussfechterin der Equipe Tricolore, Pascale Ergand. Lowack gestaltete das Gefecht aktiv, agierte dabei geduldig und setzte zum richtigen Zeitpunkt die Treffer, womit sie für eine Führung mit 3:1 zum Zeitablauf sorgte. Deutschland konnte zunächst die Führung weiter ausbauen, dann wendete sich aber das Blatt und am Ende siegte Frankreich mit 45:35 Treffern.
Nach dem geplatzten Traum von einer Medaille ging es in die Platzierungskämpfe. Dort siegte das deutsche Team zunächst gegen Japan nach einer umkämpften Begegnung am Ende deutlich mit 41:33 Treffern. Im Kampf um Platz 5 unterlag Deutschland der Schweiz mit 33:45, was Platz 6 bedeutete.